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Die Biografieempfehlung des Monats Oktober 2020

Benjamin Moser: Sontag. Die Biografie. München: Penguin 2020

 

Rundherum, soweit ich sehe, placken die Leute sich ab, normal zu sein. Das frißt einen Haufen Energie.

 

Die Lebensgeschichte von Susan Sontag zu erzählen, die von den 60er Jahren bis zu ihrem Tod am 28.12.2004 zu den weltweit einflussreichsten Intellektuellen zählt, ist seit dem irritierenden Bericht ihres Sohnes David Rieff (Tod einer Untröstlichen. Die letzten Tage von Susan Sontag, 2008) nicht einfacher geworden. Dass sich der in Utrecht lebende Texaner Benjamin Moser (BM) auf 805 Seiten (ohne Anhang) dieser schier unüberschaubaren Aufgabe stellt, ist verdienstvoll und vermittelt den Lesern des sorgfältig mit Bildmaterial ausgestatteten Werkes einen profunden Einblick in das Lebenswerk dieser bemerkenswerten Frau. 

Die Kamera als Vampir. In Kenntnis eines ihrer bekanntesten Werke, Über Fotografie (1977), dürfte die Bildauswahl eine besonders heikle Angelegenheit gewesen sein. Fotografien seien, führt sie dort aus, Konsumkitsch und Werkzeuge totalitärer Überwachung und hätten mindestens ebenso viel dazu getan, unser Gewissen abzutöten, wie dazu, es aufzurütteln.

An diesem Gegenstand wird deutlich, dass sich BM darum bemüht, Inhalte und Themen ihrer Bücher und zahllosen Essays in eine plausible Beziehung zu den Ereignissen ihres Lebens zu setzen, Übergänge und Bruchstellen aufzuweisen; ohne dass er das eine aus dem anderen zu erklären versucht oder umgekehrt. 

Je rêve, donc je suis. (Ich träume, daher bin ich.) Diese Descartes-Paraphrase ist die erste Zeile in Sontags erstem Roman Der Wohltäter von 1963. Dessen Protagonist hat allen normalen Lebenszielen entsagt, um sich nur noch seinen Träumen zu widmen: Mich interessieren meine Träume als -Taten. Alles Stil, nichts Substanz. Seine Träume werden auf diese Weise zur Definition von Camp, also der Inszenierung des Lebens, einer Vorstellung von sich selbst und dem öffentlich gewordenen Bild einer Person. Eine Konzeption, die Sontag selbst in ihrem berühmten Essay Notes on Camp, der im Herbst 1964 in der Partisan Review erscheint, in Worte fasst. Ein Entwurf, der sie lebenslang umtreibt und zerreißt: Sontag vs 'Sontag'.

1932 geboren, verliert sie früh ihren Vater. Die Mutter Mildred, eine schöne Diva, ist vor allem mit sich selbst beschäftigt. Sie ist Alkoholikerin und ignoriert konsequent hässliche Realitäten. Von Susans Schwester Judith wird sie als 'Königin der Leugnung' apostrophiert. Im Dezember 1949 besucht Susan mit zwei Freunden Thomas Mann in seinem Haus in Pacific Palisades. Sie beginnt über ihre Begegnung mit dem Gott im Exil zu schreiben, kann das Buch aber erst 1987 zum Abschluss bringen (Wallfahrt). 

Sie studiert an der University of Chicago und heiratet 17-jährig den Soziologen Philip Rieff, dessen Seminare sie besucht. Nachdem dieser das im Wesentlichen von ihr geschriebene Werk Freud: The Mind of the Moralist 1959 unter seinem Namen veröffentlicht, lässt sie sich scheiden und erstreitet das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn.

Sie entfaltet eine rege Schreib- und Reisetätigkeit. Sie besucht das revolutionäre Kuba und fährt auf dem Höhepunkt des Vietnamkriegs nach Hanoi. Zu nahezu allen brisanten Themen ihrer Zeit hat sie sich schriftlich oder mündlich geäußert und nicht selten Widerspruch evoziert.

Am 3. Juli 1981 vermeldet die New York Times erstmals: "Seltene Krebsart an 41 Homosexuellen diagnostiziert". Als die AIDS-Epidemie grassiert und die Krankheit unter den Präsidenten Reagan und Bush als "Schwulenseuche" relativiert, ausgegrenzt und verspottet wird, veröffentlicht sie 1989 Aids und seine Metaphern. Von der Schwulenbewegung wird ihr hingegen vorgeworfen, sich nicht zu outen und ihren persönlichen Beitrag zur Kampagne gegen den rigorosen Ausgrenzungsdruck zu verweigern.

Von 1988 bis zu ihrem Ende lebt sie mit der Fotografin Annie Leibovitz zusammen. Die Lebendigkeit von BM's Darstellung kommt auch dadurch zustande, dass er zahlreiche Gefährten und Freunde der 'Literaturikone' interviewt hat. Ihre Stellungnahmen legen Zeugnis ab von durchweg komplizierten Beziehungen. So konstatiert Salman Rushdie, dem sie als PEN-Präsidentin beistand im Kampf gegen die Gefährdungen durch die Fatwa: Eigentlich war sie zwei Susans, die gute und die böse. Die gute Susan war brillant, witzig und einfach großartig, die böse Susan hingegen konnte ein gnadenloses Biest sein.

Und ihre Freundin Jamaica Kincaid formuliert pointiert: Sie war großartig. Ich glaube, seit ich Susan kenne, möchte ich nicht mehr großartig sein.

Die Zahl ihrer ehemaligen Freunde wird gewaltig.

In ihren Attacken gegen andere Intellektuelle, etwa gegen ihr früheres Idol Jean Paul Sartre, kann sie rücksichtslos sein und ihre maßlosen Anklagen fallen auf sie selbst zurück, ja konfigurieren ein überzeugendes Selbstportrait. Im unveröffentlichten Essay Sartre's Abdiction bezeichnet sie, die mindestens ein Vierteljahrhundert lang Amphetamine konsumierte, oft in massiven Dosen, dessen Abhängigkeit von der Droge als Pakt mit dem Teufel, der sich als besonders verheerend erwies, weil er den körperlichen mit dem geistigen Verfall verband ...

1975/76 übersteht sie entgegen allen ärztlichen Prognosen ihre erste Krebserkrankung. Ihr Überleben wird in kulturellen Kreisen wie ein Wunder gefeiert. 1978 veröffentlicht sie ihren Essay Krankheit als Metapher, in dem sie untersucht, wie über Krebs gesprochen, vielmehr nicht gesprochen wird.

Im belagerten Sarajewo inszeniert sie 1993 unter großem persönlichen Mut mit einheimischen Schauspielern Warten auf Godot. Der Platz vor dem Theater wird nach ihr benannt. Später unterstützt sie die völkerrechtswidrigen Luftangriffe auf Serbien und lässt sich von der Clinton-Administration vereinnahmen. Mit ihrem letzten veröffentlichen Essay Das Foltern anderer betrachten (Regarding the torture of others, New York Times Magazine, Mai 2004) reagiert sie auf die Fotografien, die zeigten, wie Amerikaner die Insassen des Abu-Ghraib-Gefängnisses im Irak folterten: Der endlose 'weltweite Krieg gegen den Terrorismus' [...] führt unweigerlich zur Dämonisierung und Entmenschlichung von jedem, den die Bush-Regierung zum potentiellen Terroristen erklärt.

Zu diesem Zeitpunkt ist sie bereits an Leukämie erkrankt und unterzieht sich selbst qualvollen Behandlungen. Susans Haut wurde schwarz. Ihr Gesicht schwoll bis zur Unkenntlichkeit an. Festgehalten auf den Fotos von Annie Leibovitz. Susan wird in Paris begraben, am 17. Januar 2005, auf dem Friedhof von Montparnasse.

Sie hielt die Hoffnung auf Fortdauer der Kultur in einer Welt am Leben, die von Gleichgültigkeit und Grausamkeit bedroht ist, resümiert BM in seinem großartigen Schlusskapitel Der [tote] Körper und seine Metaphern. Wer diese Hoffnung teilt, dem sei die an Widersprüchen reiche Lebensgeschichte von Susan Sontag ans Herz gelegt. Alfons Huckebrink

Die Biografieempfehlung des Monats November 2020

Dieter Berg: Franziskus von Assisi. Der sanfte Rebell. Stuttgart: Reclam 2017

 

Franziskus von Assissi (*1181/1182), Ordensgründer und Namenspatron des aktuellen Papstes, wird von dem Historiker Dieter Berg mit einer neuartigen Biografie bedacht, die sich detailliert aus den verfügbaren Quellen gründet und von Klischees und Romantisierungen befreit ist, offene Stellen und Ungewissheiten als solche kennzeichnet und das Leben des Heiligen als historische Figur in die politische und religionsgeschichtliche Lebenswelt der damaligen Zeit einbettet.

Franz von Assissi wurde als ältester Sohn in Abwesenheit seines Vaters, eines wohlhabenden Kaufmanns, geboren, der nach seiner Rückkehr aus Frankreich den Sohn, der auf den Namen Giovanno getauft war, nur noch als „Franzosen“ (Franziskus) benannte. Franziskus, der sich selbst als idiota (ungebildeter Mensch) bezeichnete, erwarb einfache Schulkenntnisse zur Ausübung des Kaufmannsberufs, hinterließ jedoch am Lebensende ein beachtliches Œvre, in dessen Rahmen er seine Gedanken und Zielsetzungen verdeutlichte. In seiner Zeit dominierte ein dichotomes Denken vom Jenseits und Diesseits, in dem alles Irdische als teuflisch galt. Mit dem Sonnengesang drückte FvA sein fast animistisches und grundsätzlich positives Verhältnis zur Schöpfung aus. Dieser Text gilt als ältestes Zeugnis italienischer Literatur und besitzt seine nachhaltige Wirkung bis in die heutige Zeit. Zwar führte der Kaufmannssohn einige Monate oder Jahre ein exzessives Leben als Anführer der Jeunesse dorée, welches durch Freigiebigkeit und große Lebensfreude geprägt war, doch schien dieses ihn zunehmend anzuöden und er wendete sich überraschend den Randständigen der Gesellschaft und den Aussätzigen zu.

Er fühlt sich berufen, ein völlig anderes Leben zu führen, ein Leben in der Nachfalge des Evangeliums in absoluter Armut. Er verzichtete auf Besitz, kleidete sich in einer kreuzförmigen Kutte und begann als armer Wanderprediger ohne feste Bleibe, seine Botschaft des Evangeliums und des Friedens zu verkünden. Diese Wende führte zum Bruch mit seiner Familie, die sich seinen Bestrebungen heftig widersetzte. Anfangs löste er in der Öffentlichkeit noch Befremden aus, jedoch wurden seine charismatischen Auftritte zunehmend von den Menschen beachtet. Er fand Nachfolger und auch Beschützer im Klerus, z.B. in verschiedenen Bischöfen seiner Region, und schließlich mehr und mehr Anhänger und Jünger. Klara, eine adelige Tochter aus dem gleichen Ort, schloss sich der Armutsbewegung an und gründete später einen eigenen Frauenorden. Diese Bewegung hatte eine Umbewertung der Armut zur Folge, zu späteren Zeiten führte sie zu Friedensverhandlungen zwischen diversen Bürgerkriegsparteien und verkörperte indirekt eine grundsätzliche Kritik am Lebensstil des Klerus, bspw. des Papstes. Honorius III., der Franziskus jedoch protegierte, wurde sogar vorübergehend aus Rom vertrieben. Einen bleibenden Einfluss hatte Franziskus auf die Art und Weise, wie heutzutage in weiten Teilen der Welt Weihnachten gefeiert wird. Nachdem er sich endlich mit seinen Mitbrüdern und dem Kardinal über die Ordensregeln geeinigt und diese niedergeschrieben hatte, feierte er das Weihnachtsfest in „großer Ehrfurcht“ und inszenierte mit Hilfe eines ihm vertrauten Adligen auf dessen Besitz bei Greccio in einer Höhle eine Szenerie, welche die Geburt Christi nachstellte. Vor zahlreichen bäuerlichen Gläubigen, beleuchtet mit Fackeln, wurde eine Krippe aufgebaut und auch Ochs und Esel wurden herbeigeschafft, begleitet von einer gefühlvollen und dramatischen Predigt des Heiligen. Am 3. Oktober 1226 verstarb Franziskus, geschwächt durch verschiedenartige Leiden, die u.a. durch seinen asketischen Lebensstil begründet waren.

Papst Franziskus I. des Jahres 2020 macht seinem Namensgeber mit seiner Enzyklika „Fratelli tutti“ alle Ehre. Er ist nicht so radikal wie der Namensbruder aus Assisi, nicht generell gegen Wirtschaft oder Märkte, aber entschieden gegen wirtschaftliche Vorgehensweisen, die die Menschenwürde verletzen, indem sie aus Gründen des Profits die Ausbeutung oder Schädigung von Menschen billigen. Davon hört man in der Tagespresse wenig und muss schon etwas gründlicher recherchieren.

Die vorliegende Biografie des Franziskus von Assisi hingegen ist im gut sortierten Buchhandel erhältlich und eine faszinierende Lektüre nicht nur für religiös und historisch interessierte Leserinnen und Leser, meint Gudula Ritz.

Die Biografieempfehlung des Monats Dezember 2020

Stephan Reinhardt: Georg Herwegh. Eine Biographie. Seine Zeit - unsere Geschichte. Göttingen: Wallstein 2020

 

Die Freiheit der Welt ist solidarisch. Wo man für oder gegen sie kämpft, kämpft man für oder gegen die Freiheit der ganzen Welt.

 

Von Heinrich Heine als "Eiserne Lerche" der Revolutionen von 1848 verherrlicht, Mitstreiter von K. Marx und F. Lassalle, für dessen 1863 gegründeten ADAV er das Bundeslied "Mann der Arbeit aufgewacht ..." schrieb, innig befreundet mit A. Herzen, L. Feuerbach und R. Wagner, Desertion aus dem Württembergischen Militärdienst und Flucht in die Schweiz, bereits zu Lebzeiten von der Reaktion literarisch angefeindet und persönlich verleumdet, nach seinem Tod gezielt herabgesetzt und in Vergessenheit geraten - das sind nur einige von vielen Stichpunkten, mit denen sich Leben und Nachleben eines der größten Freiheitsdichter deutscher Sprache kennzeichnen lassen. Seine Position bleibt, auch als nach der Schaffung des von Bismarck in drei Kriegen zusammenkartätschten Deutschen Reiches von 1871 viele ehemalige 48er ihre Überzeugung revidieren und ins Lager des preußisch-deutschen "Kriegsidiotentums" wechseln, unmissverständlich:

Gesinnung ist keine Poesie? Richtig, aber Poesie ist immer Gesinnung - und wenn es Leute gibt von Gesinnung, die keine Poeten sind, so darf doch Niemand auf den Namen eines Poeten Anspruch machen, der keine Gesinnung hat. Literarische Qualität als Frage der Haltung also. Findet sich gut hundert Jahre später noch etwa bei Peter Hacks wieder.

Der Biographie von Stephan Reinhardt gebührt das außerordentliche Verdienst, Leben und Werke Georg Herweghs - und beide sind hier untrennbar miteinander verzahnt - wieder einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Ihr Untertitel "Seine Zeit - unsere Geschichte" weist auf die außerordentliche Qualität dieses Unterfangens hin. Selten in einer biographischen Darstellung erreicht, wenn überhaupt beabsichtigt, gelingt es Reinhardt, die mannigfaltigen Verflechtungen dieses Dichterlebens mit den gesellschaftlichen, ökonomischen, politischen und kulturellen Entwicklungen wie Auseinandersetzungen aufzuzeigen und zudem deutlich zu machen, wie sehr dies alles als Geschichte, die nicht vergeht, unsere Gegenwart prägt. Und letztgenannter Aspekt gilt insbesondere für die Lebenszeit Herweghs, gerade weil diese gemeinhin nicht aus der Perspektive der republikanisch gesinnten Demokraten, sondern in der Linie des antidemokratischen "Blut und Eisen"-Irrwegs der Hohenzollern-Monarchie beschrieben wird. 

Frühen Ruhm erwirbt Herwegh sich mit dem 1841 erscheinenden Band "Gedichte eines Lebendigen", die sofort in Preußen verboten werden, ihm aber viel Zuspruch eintragen. Begeistert von den Gedichten wie vom Dichter ist auch die junge Emma Siegmund aus Berlin, die er 1843 heiratet. Zeitlebens bleibt sie ihm durch alle Krisen hindurch verbunden und hat Anteil an seinen Werken und Aktionen. Auch an solchen, die großen persönlichen Mut erfordern, wie dem Zug der "Legion" von deutschen Exilanten aus Paris nach Baden, um den militärischen Widerstand gegen die preußisch geführten Bundestruppen zu unterstützen. Ein Vorhaben, das nicht nur von K.Marx als miltärisches Abenteurertum kritisiert wird und vielen als völlig aussichtlos erscheint. Herwegh schlägt alle Warnungen in den Wind und überschreitet, von Spitzeln forciert, bei Dossenbach den Rhein. Dort wird sein Korps, dessen militärischer Anführer ein preußischer Agent ist, von württembergischen Truppen bereits erwartet und am 24. April 1848 aufgerieben. Verrat. Das Scheitern der Revolution in Berlin beklagt er in einem Schreiben an den radikaldemokratischen Publizisten Oppenheim: Eure Monarchie war in ein paar Stunden reif geworden zum Fall; die Republik war gegeben, wenn Ihr nur den politischen Instinkt eines Pariser gamins besessen hättet; Ihr habt Eure, Ihr habt unsere Geschichte verpfuscht.

Als Wilhelm, der blutbesudelte Kartätschenprinz von 48/49, im Januar 1861 zum preußischen König gekrönt wird und bei dieser Gelegenheit auf sein Gottesgnadentum pocht, widmet Herwegh ihm die Zeilen: Von Gottes Gnaden ist das Licht / Von Gottes Gnaden bist Du nicht / Du königlicher Sünder. / Von Gottes Gnaden war die Glut, / Die Du erstickt in Baden.

Und als Herweghs "Blutsbruder" Richard Wagner bei dem Monarchen zu Kreuze kriecht und 1873 ein Privatkonzert bei Hofe gibt, um Spenden für sein Festspielhaus zu acquirieren, kommentiert dies der "Wagnerianer à la veille" bitterböse: Wärst du der lumpigste General, / So würd man belohnen Dich zeusisch; / Genügen laß Dir für dieses Mal / Dreihundert Thälerchen preußisch. Und weiter: Die einzig wahre Zukunftsmusik / Ist schließlich doch Krupp's Orchester. Herwegh stirbt in Baden-Baden im 57. Lebensjahr. Emma überführt seinen Leichnam nach Liestal in der Schweiz, da er ihr das Versprechen abgenommen hat, nicht auf reichsdeutschem Boden bestattet zu werden. In der Schweiz besitzt er die Bürgerrechte. In einem seiner schönsten Gedichte, dem von Franz Liszt vertonten Todeslied, heißt es: Ich möchte hingehn wie das Abendrot / Und wie der Tag in seinen letzten Gluten - / O leichter, sanfter, ungefühlter Tod!- / Mich in den Schoß des Ewigen verbluten.

Stephan Reinhardt gelingt es, sein schier unerschöpfliches Material anschaulich und spannend zu präsentieren. Immer wieder zieht er plausible Parallelen zur Gegenwart, etwa an der von Herwegh beklagten, stets breiter werdenden Spaltung zwischen Arm und Reich oder an der Darstellung infamer Lügenkampagnen, mit denen die Gewinn versprechenden Kriege oder die Unterdrückung von Befreiungsbewegungen vorbereitet werden.

Ein Weihnachtsgeschenk - für andere oder an sich selbst - in jedem Fall von bleibendem Wert, versichert Alfons Huckebrink. 

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